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Worauf achten beim Autokauf

Tipps für den Autokauf

Worauf achten beim Autokauf

Die Besichtigung eines Gebrauchtwagens ist keine ganz einfache Sache. Wer sich zu leicht darauf verlässt, was Verkäufer ihm sagen, kann ganz schnell durch billige Gebrauchtwagen Schwierigkeiten bekommen. Eventuell werden so Vorschäden oder sich entwickelnde Probleme übersehen, was mitunter zu einem erhöhten Reparaturbedarf führen kann. Genau deshalb gilt es, das beim Gebrauchtwagenkauf zu vermeiden. Entsprechend sollte man nicht nur ein billiges Auto kaufen, sondern darüber hinaus auch darauf achten, dass der Fahrzeugzustand dem entspricht, was man sich darunter vorstellt.

Grundsätzlich nicht alleine zum Besichtigungstermin gehen

Die erste wichtige Grundregel besteht dabei darin, auf jeden Fall in Begleitung zu einer Autobesichtigung zu gehen. Zunächst einmal spielt es auch keine Rolle, ob es sich dabei um einen Sachverständigen oder nur einen Bekannten handelt. Prinzipiell ist es so, dass Mängel leichter auffallen, wenn mehrere Leute sich den Wagen anschauen. Optimal ist es natürlich, wenn man sich für einen Wagen entschieden hat und in der Folge noch einen Sachverständigen hinzuzieht, um ein kleines Gutachten über den Zustand des Wagens einzuholen. Dies ist bereits für einen zweistelligen Eurobetrag möglich. Beispielsweise können dafür Sachverständige von TÜV, Dekra oder ADAC hinzugezogen werden. So lässt sich auch der Zustand des Fahrzeugs sehr genau feststellen.

Gewerblicher oder privater Kauf?

Aber natürlich kann man auch selbst bereits anhand einiger Anzeichen sehen, ob es sich um ein seriöses Geschäft handelt oder nicht. Unterschieden werden müssen hier zwei Arten von Geschäften. Einerseits können Gebrauchtwagen von entsprechenden Händlern erworben werden oder aber man kann ein Auto privat kaufen. Etwas sicherer ist es für den Kunden, beim Gebrauchtwagenhändler zu kaufen, da dieser das Auto mit Gewährleistung verkaufen muss. Es handelt sich hierbei um eine Zeit von zwei Jahren, sofern nichts anderes vereinbart wird. Häufig wird diese Zeit jedoch vertraglich auf das Minimum von einem Jahr reduziert. Innerhalb der ersten sechs Monate gilt dennoch die Beweislastumkehr. Das bedeutet, dass bei einem auftretenden Schaden vom Händler nachgewiesen werden muss, dass dieser Schaden beim Verkauf noch nicht bestand. In der Praxis ist dies kaum möglich, sodass in aller Regel der Kunde Anspruch auf Nachbesserung hat.

Wer sein Auto hingegen von Privatpersonen kauft, ist rechtlich deutlich ungeschützter. So hat man als Kunde keine Gewährleistung, weswegen man beim Kauf umso vorsichtiger sein sollte. Etwas kritisch wird es immer, wenn jemand das Fahrzeug anbietet, dieser Person der Wagen aber gar nicht gehört. Meist handelt es sich hierbei um einen verschleierten Händlerverkauf, der so getätigt werden soll, um der Gewährleistung aus dem Wege zu gehen. In der Regel bedeutet dies auch, dass der Verkäufer etwas zu verbergen hat.

Grundsätzlich immer seinem Gefühl vertrauen

Ob man sich nun von einem gewerblichen Händler oder einer Privatperson einen Wagen kauft, ist letztlich zweitrangig. Einige Dinge sollten grundsätzlich berücksichtigt werden. Beispielsweise sollte ein Auto nur bei gutem Wetter besichtigt werden, da im Regen leicht Macken übersehen werden können. Einen ähnlichen Effekt kann es haben, wenn der Wagen nicht gewaschen ist. Wie seriös der Verkäufer ist, kann auch an seiner Art herausgefunden werden. Redet er ohne Unterbrechung, um vom Auto abzulenken? Verweigert er die Probefahrt oder die Besichtigung durch einen Experten? Übt er Druck auf den Käufer aus, sich schnell zu entscheiden? Überspielt er Probleme mit Floskeln, beispielsweise einen nicht startenden Motor damit, dass der Wagen ein paar Tage nicht gefahren wurde? All dies sind Warnsignale, die Käufer unbedingt wahrnehmen sollten. Wichtig ist es auch, Angaben, die im Internet oder der Zeitung gemacht wurden, persönlich noch einmal zu überprüfen. Stimmt Kilometerzahl, Erstzulassung, Fahrzeugnummer et cetera? Außerdem ist es interessant, wie lange der letzte Besitzer den Wagen besessen hat. Hat dieser ihn nämlich noch gar nicht so lange gefahren, kann es sein, dass er damit unzufrieden war. Ein Grund hierfür kann beispielsweise sein, dass der Reparaturaufwand zu hoch war.

Entsprechend gibt es in diesem Bereich viele Fallstricke, auf die man grundsätzlich achten sollte. Insgesamt ist es daher auf jeden Fall das Beste, sich fachkundigen Rat eines Gutachters einzuholen. Der ansonsten mögliche Reparaturaufwand ist häufig um einiges teurer als das Gutachten. Wer dies nicht machen möchte, sollte jedoch besonders aufmerksam sein und auf jedem Fall seinem Gefühl trauen, wenn der Eindruck entsteht, dass mit dem Auto etwas nicht stimmen könnte.